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Ausland als Karrieresprungbrett? Text: Dörthe Schmidt Ein Studien- oder Arbeitsaufenthalt im Ausland erweitert den beruflichen und persönlichen Horizont. Das ist unbestritten. Vielfach trägt diese Erfahrung auch dazu bei, eine Sprosse mehr auf der Karriereleiter zu nehmen. Doch nicht für alle Stellen ist eine Auslandsaufenthalt ein unbedingtes Muß, messen doch die Arbeitgeber anderen beruflichen Qualifikationen eine größere Bedeutung zu. |
| Tip: In den "Gelben Seiten für die Jobsuche in Europa" ist eine umfangreiche Übersicht vieler europäischer Anbieter zusammengefaßt, unter: yellow web |
Studium im Ausland: Eine Broschüre der Zentralen Arbeitsvermittlung ZAV in Frankfurt hilft weiter Wann arbeiten im Ausland für beruflichen Erfolg von Studienabgängern besonders sinnvoll ist, wie und wie lange ein Arbeitsaufenthalt gestaltet werden kann, das beleuchtet die von der ZAV, der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung, herausgegebene Broschüre mit dem langen Titel: "Die Internationalisierung der Arbeitsmärkte - Beschäftigungs- möglichkeiten für Akademikerinnen und Akademiker im Ausland". Auf mehr als vierzig Seiten beschreiben die Autoren Sigmar Gleiser und Ralph Eichel die internationale Arbeitsmarktsituation für Akademiker. Viele Kontaktadressen, Informationsquellen und Literaturhinweise rund um das Thema ergänzen den kompakten Ratgeber. |
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Die Schrift "Die Internationalisierung der Arbeitsmärkte - Beschäftigungsmöglichkeiten für Akademikerinnen und Akademiker im Ausland" kann angefordert werden bei: Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) - Internationale Arbeitsvermittlung - Villemombler Straße 76 53123 Bonn Telefon: (0228) 7 13-0 Telefax: (0228) 7 13-14 00
Postanschrift: |
Die Nachfrage ist größer als das Angebot Rund 150 000 Studienabgänger informieren sich jährlich bei der ZAV und den örtlichen Arbeitsämtern über Stellen im Ausland. Dabei ist der Arbeitsmarkt für Akademiker keineswegs so grenzenlos, wie es die zunehmende Internationalisierung von Firmen und die Bedeutung des Exporthandels zunächst vermuten lassen. Nach Auswertungen von Jobanzeigen übersteigt die Nachfrage das Angebot bei weitem. Das hat viele Gründe. Bei Direktinvestitionen deutscher Unternehmen im Ausland entstehen dort zwar neue Arbeitsplätze, die in der Regel aber von einheimischen "Locals" besetzt werden, weil sie mit der mit der Struktur und Mentalität ihres Landes besser vertraut sind. Meist erfolgt der grenzüberschreitende Personalaustausch auch innerhalb weltweit operierender Unternehmen, so daß diese Stellen erst gar nicht auf dem freien Markt angeboten werden. |
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Auch für Vermittlungen ausländischer Arbeitssuchender nach Deutschland hilft der Internetservice des Arbeitsamtes: www.arbeitsamt.de weiter mit Adressen und Informationen in englischer und französischer Sprache. |
Auslandserfahrung ist von Vorteil Auch die Arbeitslosigkeit in vielen Welthandelsländern und das Arbeiten per Internet sorgen dafür, daß Arbeitsplätze erst gar nicht ins Ausland verlegt werden müssen. Aber gerade für Ingenieure, Informatiker, Wirtschafts- und Naturwissen- schaftler, Juristen, Marketing- und Werbeexperten sieht der ausländische Arbeitsmarkt gut aus. Und internationale Erfahrung kann sich auf die Stellensuche in der Heimat günstig auswirken. Neben den Fremdsprachenkenntnissen kennen sich auslandserprobte Worker aus mit national unterschiedlichen Unternehmenskulturen oder mit Verhandlungsführungen im Ausland. Auf jeden Fall - so raten die Autoren - sollten die Bewerber für feste Stellen im Ausland bereits während ihres Studium mal "das Weite suchen". Viele Wege führen ins Ausland Welche Voraussetzungen Bewerber für eine Stelle im Ausland grundsätzlich mitbringen sollten, hat die Internationale Arbeitsvermittlung der ZAV unter www.arbeitsamt.de unter der Rubrik "Vermittlung/Internationale Arbeitsvermittlung" in einer Checkliste zusammengestellt: Zu den günstigen Voraussetzungen zählen u.a. Anpassungsvermögen und Ausdauer, Teamfähigkeit, kommunikative Fähigkeiten und klare berufliche Zielvorstellungen und auch die Bereitschaft, zunächst eine gewisse Sicherheit aufzugeben oder im Ausland möglicherweise einen niedrigeren Lebensstandard zu haben. Erst nach Klärung der Voraussetzungen sollten die Bewerber direkten Kontakt mit Beratern der ZAV aufnehmen, oder sich bei den örtlichen Arbeitsämtern informieren, wo der nächste Eures-Berater (European Employment Services) zu erreichen ist. Das Eures-Projekt wurde von der Europäischen Kommission angeregt. Die speziell geschulten Berater unterstützen individuelle Arbeitsuche und die Personalsuche von Unternehmen auf europäischer Ebene. In 37 ausgewählten Arbeitsämter im Bundesgebiet stehen die Eures-Berater zum Arbeitsmarkt Europa Rede und Antwort. Sie informieren über: Stellenangebote, Einstellungspraktiken, Anerkennung von Studien- und Berufsabschlüssen, Freiberufliche Tätigkeiten, Arbeitsmarktdaten/Statistiken, Formalitäten im anderen Land, Lebensbedingungen und Arbeitsbedingungen. Weiterhin gibt es über sie weitere Kontaktadressen. Eine umfangreiche Liste mit Adressen nationaler und internationaler Stellenbörsen im Internet ergänzt die Broschüre. |
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